Digitale Schule am Käthe
Informationen für Eltern
Digitale Medien begleiten Kinder jeden Tag – beim Lernen, in der Freizeit und in der Kommunikation. Viele Eltern fragen sich: Was ist sinnvoll? Was ist zu viel? Und welche Rolle spielt die Schule dabei?
Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium verfolgen wir einen klaren Ansatz: Wir nutzen digitale Medien so, dass sie Lernen unterstützen, ohne Konzentration, Gesundheit und Selbstständigkeit zu beeinträchtigen. Sie sind für uns kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug – bewusst eingesetzt, wo sie einen echten Mehrwert bieten.
Medienbildung verstehen wir dabei als gemeinsamen Entwicklungsprozess auf Augenhöhe: Schule und Elternhaus begleiten Kinder gemeinsam dabei, schrittweise einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.
Gleichzeitig achten wir auf eine bewusste Balance zwischen digitalen und analogen Lernformen sowie auf eine altersangemessene Nutzung.
Die folgenden Informationen zeigen, wie wir diese Grundsätze im Schulalltag konkret umsetzen.
Unsere Schule entwickelt ihr medienbezogenes Arbeiten kontinuierlich weiter. Eine Arbeitsgruppe aus Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern arbeitet aktuell am Medienkonzept. Die folgenden Informationen bilden den aktuellen Stand ab und werden fortlaufend weiterentwickelt.

Sdui: unser zentraler Kommunikationsweg
Wir nutzen Sdui als zentrale Plattform für die schulische Kommunikation. Darüber organisieren wir Informationen, Absprachen und Abläufe im Schulalltag für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte.
Unser Ziel ist eine Kommunikation, die verlässlich, klar und für alle gut handhabbar ist – ohne ständige digitale Erreichbarkeit zu erzeugen. Deshalb achten wir gemeinsam auf klare Kommunikationswege, Ruhezeiten und setzen digitale Erinnerungen und Push-Nachrichten (z. B. zu Hausaufgaben oder Terminen) bewusst zurückhaltend ein, um die Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Ergänzende Materialien zu Hausaufgaben werden nur dann über Sdui bereitgestellt, wenn dies zuvor im Unterricht angekündigt wurde.
Smartphones: klare Regeln für weniger Ablenkung
Klassen 5 und 6
Gerade in den unteren Jahrgangsstufen steht für uns eine ruhige, konzentrierte und möglichst störungsarme Lernumgebung im Mittelpunkt.
Deshalb ist die Nutzung privater Smartphones in den Klassen 5 und 6 im Unterricht grundsätzlich nicht Bestandteil des Unterrichts – weder als Lernwerkzeug noch als begleitendes Gerät. Sie werden auf dem Schulgelände ausgeschaltet und nicht sichtbar verstaut. Das gilt auch für Kopfhörer; Wearables werden in den Offline-Modus versetzt oder entkoppelt.
Diese Regelung reduziert Ablenkungen, schafft eine Lernumgebung, in der Konzentration Vorrang hat, stärkt Selbstständigkeit und hält den Unterricht unabhängig von privaten Geräten.
Die Smartphone-Tasche: ein Vormittag ohne Smartphone
Um Ablenkung im Unterricht konsequent zu reduzieren, gilt: Wenn ein privates Smartphone mit in die Schule gebracht wird, wird es morgens in eine signalabweisende Tasche gelegt und für die Dauer des Schultags verschlossen. Während der Schulzeit können dann keine Nachrichten empfangen oder versendet werden.
Die Tasche schafft einen klaren und alltagstauglichen Rahmen: Wer ein Smartphone mitbringt, bewahrt es verschlossen auf und nutzt es nicht. So wird die Regel verlässlich und für alle transparent, die Einhaltung ist eindeutig erkennbar und Diskussionen über Ausnahmen entfallen.
Ein eigenes Smartphone ist zum Schulstart am Käthe für schulische Zwecke ausdrücklich nicht erforderlich – und wer keines mitbringt, benötigt auch keine Tasche.
Digitale Arbeit im Unterricht
Digitale Medien sind für uns ein bewusst eingesetztes Werkzeug, das Lernen unterstützt und einen erkennbaren Mehrwert bietet.
Dass private Smartphones im Unterricht keine Rolle spielen, bedeutet daher nicht, dass wir auf digitale Arbeit verzichten – im Gegenteil: Digitale Werkzeuge gehören selbstverständlich zu unserem Schulalltag.
In den Klassen 5 und 6 arbeiten wir mit schulischen Leih-iPads, die gezielt und angeleitet im Unterricht eingesetzt werden.
Ab Klasse 7 stehen fest organisierte iPad-Strukturen zur Verfügung; jede Klasse verfügt über einen eigenen iPad-Wagen mit schulischen Geräten, wodurch digitale Arbeit verlässlich in den Unterricht eingebunden werden kann. Mit zunehmendem Alter und
wachsender Erfahrung eröffnen sich dabei schrittweise mehr Möglichkeiten für eigenständiges und reflektiertes Arbeiten.
Wir setzen bewusst auf schulisch organisierte Geräte, klare Strukturen und verlässliche Abläufe. So stellen wir sicher, dass digitale Medien vom Lernen her gedacht werden und nicht vom privaten Gerät aus.
Warum wir auf schulische Geräte setzen?
Digitale Medien sollen Lernende verlässlich unterstützen und allen Schülerinnen und Schülern unter gleichen Bedingungen zugänglich sein.
Deshalb stehen in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 schulisch organisierte Geräte im Mittelpunkt: Sie schaffen verlässliche Strukturen und ermöglichen eine gezielte Integration digitaler Arbeit in den Unterricht.
Um Zusammenarbeit zu stärken und Missbrauch zu reduzieren, arbeiten jeweils zwei Schülerinnen oder Schüler gemeinsam mit einem iPad.
Die schulische Organisation macht Einsatz, Verfügbarkeit und Abläufe transparent und verlässlich. So stellen wir sicher, dass digitale Medien vom Lernen her eingesetzt werden – und nicht vom privaten Gerät aus.
Tablets: schrittweise Nutzung und wachsende Eigenverantwortung
Bei privaten Tablets unterscheiden wir bewusst zwischen verschiedenen Formen der Nutzung. Ausschließlich als Buchersatz können private Tablets derzeit in den unteren Jahrgangsstufen in klar begrenzter Form genutzt werden.
Mit zunehmendem Alter und wachsender Erfahrung eröffnen sich dabei schrittweise mehr Möglichkeiten für eigenständiges und reflektiertes Arbeiten.
Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler schrittweise an eine reflektierte, verantwortliche und selbstständige Nutzung digitaler Geräte heranzuführen.
Die konkreten Einsatzformen werden im Rahmen unseres Medienkonzepts kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt.
Digitale Organisation im Schulalltag
Als digitale Schule denken wir Organisation über den Unterricht hinaus: Digitale Strukturen unterstützen einen klaren, verlässlichen und übersichtlichen Schulalltag.
Zentrales Werkzeug ist unsere Kommunikationsplattform Sdui. Sie bündelt Kommunikation, Informationen und Abläufe und schafft damit eine gemeinsame, verbindliche Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus.
Über Sdui kommunizieren wir mit Schülerinnen und Schülern sowie mit Eltern, stellen Materialien bereit und organisieren den Schulalltag. Integriert ist auch das digitale Klassenbuch, über das bei Bedarf Hausaufgaben eingesehen sowie Krankmeldungen und Entschuldigungen einfach und nachvollziehbar übermittelt werden können.
Gerade in der Orientierungs- und Mittelstufe nutzen wir Sdui gezielt, um Abläufe zu vereinfachen und übersichtlich zu gestalten: Krankmeldungen und Entschuldigungen werden digital über das Sekretariat eingereicht – so werden Wege kürzer, Abläufe schneller und für alle Beteiligten einfacher und nachvollziehbar.
So entlastet die digitale Organisation den Schulalltag und sorgt für Orientierung.
Eltern und Schule als starke Partner
Medienbildung gelingt nur gemeinsam: Schule und Elternhaus tragen hier eine gemeinsame Verantwortung.
Wir wünschen uns, dass Eltern unseren Weg aktiv mittragen und ihre Kinder darin begleiten, digitale Medien bewusst, reflektiert und altersgerecht zu nutzen. Ziel ist es, schrittweise Selbstständigkeit aufzubauen – nicht sie vorauszusetzen.
Dazu gehört auch ein realistischer Blick darauf, was Kinder in welchem Alter tatsächlich benötigen – nicht jedes Kind braucht von Beginn an ein eigenes Smartphone. Weniger Geräte bedeuten in dieser Phase oft mehr Fokus und mehr Orientierung.
Wo private Geräte bereits vorhanden sind, liegt die Verantwortung für deren Nutzung bei den Eltern. Klare Absprachen, eine begleitete Nutzung und geeignete technische Sicherungen schaffen dabei einen verlässlichen Rahmen und schützen vor Überforderung und Risiken.
Gemeinsam gestalten wir so Bedingungen, die Orientierung geben, Vertrauen stärken und Schülerinnen und Schüler befähigen, zunehmend eigenverantwortlich mit digitalen Medien umzugehen.
Du hast Fragen?
Hier findest du die Antworten auf die häufigsten Fragen.
FAQ
Stolpersteine
Erfahren Sie mehr über die Personen hinter den Stolpersteinen.
Nein. Kinder benötigen kein eigenes Gerät, um Sdui zu nutzen. Der Schüler-Account kann über das Gerät der Eltern mitverwaltet werden.
Vor allem für Mitteilungen, Krankmeldungen und Entschuldigungen sowie die verlässliche Kommunikation zwischen Schule, Elternhaus und Schülerinnen und Schülern.
Weil Kommunikation verlässlich sein soll, ohne dauernden digitalen Druck zu erzeugen. Ruhezeiten und ein bewusster, zurückhaltender Einsatz von Erinnerungen unterstützen die Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler.
Nein. Für den Schulstart am Käthe ist ein eigenes Smartphone ausdrücklich nicht notwendig.
In den Klassen 5 und 6 nein. Private Smartphones sind kein Bestandteil des Unterrichts. Auf dem Schulgelände gelten klare Vorgaben zum ausgeschalteten und nicht sichtbaren Verstauen.
Nein. Nur wer ein privates Smartphone mit in die Schule bringt, benötigt eine Tasche. Wer kein Smartphone mitbringt, braucht keine.
Mit schulischen Leih-iPads, die gezielt im Unterricht eingesetzt werden.
Ab Klasse 7 stehen fest organisierte iPad-Sets zur Verfügung. Die Nutzung ist klar strukturiert und organisatorisch geregelt.
Weil wir so Einsatz, Verfügbarkeit und Kontrolle besser steuern können und digitale Arbeit verlässlich im Unterricht verankern – unabhängig von privaten Geräten.
Private Tablets können derzeit zu bestimmten Zwecken genutzt werden, etwa als Buchersatz. Auch dieser Bereich wird aktuell weiterentwickelt.
Wir verstehen Medienbildung als gemeinsame Aufgabe. Wir wünschen uns, dass Eltern diesen Weg mittragen und ihre Kinder bei einer altersgerechten, reflektierten Nutzung digitaler Medien begleiten.