Medienkompetenz
Was verstehen wir unter Medienkompetenz?
Medienkompetenz bedeutet für das Käthe-Kollwitz-Gymnasium, dass die Schülerinnen und Schüler nachhaltig dazu qualifiziert werden, Medien – das heißt sowohl analoge als auch digitale Medien – verantwortungsvoll und reflektierend einzusetzen und zu rezipieren.
Warum halten wir die Förderung von Medienkompetenz für wichtig?
Schülerinnen und Schüler sammeln in der heutigen Zeit schon sehr frühzeitig Erfahrungen mit Medien jeder Art: klassisch und neu, analog und digital. Medienbildung hat deshalb einen festen Platz in unserem Schulleben: Sei es durch Beiträge für den „Offenen Kanal“ in Neustadt, durch Produktion eigener CDs durch die Big Band der Schule, durch Erstellung der Schulhomepage durch Schüler-Arbeitsgemeinschaften und vieles mehr. Unsere Schule möchte dazu beitragen, dass die Jugendlichen lernen, kritisch, kompetent und verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten und den Gefahren der der Medien umzugehen.
Welche Aspekte von Medienkompetenz möchten wir schwerpunktmäßig fördern?
Insgesamt ergibt sich für das Käthe-Kollwitz-Gymnasium ein Modell mit drei Phasen, das zur Medienkompetenz hinsichtlich der Neuen Medien führen soll: In der ersten Phase steht das Schaffen eines fundierten Basiswissens im Umgang mit Medien im Vordergrund. Darauf aufbauend muss das Ausbilden einer gesunden Medienkritik im Mittelpunkt stehen, die im Alltag vieler Jugendlicher leider viel zu kurz greift. Die dritte und letzte Phase nimmt den eigenverantwortlichen, sowohl aktiven als auch passiven Umgang mit Medien in den Fokus und ist damit gleichzusetzen mit der Medienkompetenz.
Wann findet Medienbildung statt?
In den Stundentafeln sind keine eigenen Stunden für eine informationstechnische Grundbildung vorgesehen, so dass die notwendige Qualifizierung der Schülerinnen und Schüler weitgehend einzelnen Fächern zugewiesen werden muss. Angebote, die Schülerinnen und Schüler freiwillig wahrnehmen können, finden durchweg nachmittags im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften statt.
An unserer Schule werden Klassenfahrten und Berufspraktika in einer speziellen „Fahrtenwoche“ (Ende Mai / Anfang Juni) durchgeführt. Bedingt durch die Abwesenheit vieler Lehrkräfte, findet in dieser Woche kein stundenplanmäßiger Unterricht statt. Neben einem allgemeinen Methodentraining wird hier schwerpunktmäßig der Einsatz Neuer Medien vorbereitet und eingeübt.
Das Projekt „Medienkompetenz macht Schule“
Das Projekt: Im Zentrum des Projekts "Medienkompetenz macht Schule" der Landesregierung, an dem unsere Schule seit dem Schuljahr 2009/10 teilnimmt, steht die nachhaltige Förderung der Medienkompetenz nicht nur von Schülerinnen und Schülern sondern auch von Lehrkräften und Eltern. Ein schulinterner Arbeitskreis begleitet die Ausgestaltung und Umsetzung des Projekts.
Technische Ausstattung: Mit zweckgebundenen finanziellen Mitteln des Projekts konnten wir die Ausstattung mit Neuen Medien merklich verbessern: drei interaktive Whiteboards, ein Wagen mit 16 Notebooks, Beamer und Drucker, der in mehreren Klassenzimmern eingesetzt werden kann und mehr als 15 Notebooks für den sogenannten Medienraum erlauben in Verbindung mit dem neuen Schulnetz „Skolelinux“ und der bereits vorhandenen Ausstattung an Soft- und Hardware vielfältigen Medieneinsatz im Unterricht. Mit sonstigen Haushaltsmitteln und Spenden des Fördervereins können wir in diesem Schuljahr drei weitere Unterrichtsräume mit interaktiven Wandtafeln ausstatten und die PCs und Monitore im Informatikraum erneuern.
Weiterqualifizierung der Lehrkräfte: Parallel zur Erweiterung der Ausstattung wurden die Lehrkräfte weiterqualifiziert: Nach Schulungen zur Benutzung der neuen Geräte und des Schulnetzes „Skolelinux“ stehen aktuell fachspezifische didaktische und methodische Fragestellungen im Mittelpunkt.
Förderung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler: Der schulinterne Arbeitskreis „Medienkompetenz macht Schule“ hat das Medienkonzept der Schule den aktuellen Erfordernissen angepasst, so dass die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler systematisch erweitert wird und Erfordernisse des Jugendmedienschutzes berücksichtigt werden.
Elterninformationsveranstaltungen: Im Rahmen eines Elterninformationsabends zum Thema „Internetkommunikation und Web 2.0“ referierte Ende Oktober 2011 ein Mitarbeiter des Landesmedienzentrums Rheinland-Pfalz über Gefahren und Chancen der Mediennutzung Jugendlicher. Digitale Medien, insbesondere Internet und Handy, sind ein fester Bestandteil im Leben von Kindern und Jugendlichen. Der kompetente und kritische Umgang mit diesen Medien ist daher ein bedeutsames Bildungsziel in Schule und Unterricht und auch ein wichtiges Thema der Erziehung im Elternhaus. Hier werden wichtige Regeln im Umgang mit Medien formuliert und Vereinbarungen getroffen. Die sehr zahlreich erschienenen Eltern lernten kindgerechte Internetangebote kennen und erfuhren, welche Sicherheitsregeln Ihre Kinder beherzigen sollten und wie man bei Problemen, wie z.B. Cyber-Mobbing, reagieren könnte.
Beteiligung der Schülerinnen und Schüler
IT-Scouts: Sogenannte IT-Scouts unterstützen Lehrkräfte und Mitschüler beim Einsatz der Neuen Medien im Unterricht. Im Rahmen von freiwilligen Arbeitsgemeinschaften wurden dafür pro Klasse ca. drei Schülerinnen und Schüler ausgebildet und zertifiziert.
MEDIENSCOUTS.rlp: Momentan werden an unserer Schule sogenannte MEDIENSCOUTS.rlp ausgebildet. In einem zweitägigen Block im November 2011 wurden 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 11 von Medienpädagogen im Auftrag des Landesmedienzentrums sehr fundiert zu Chancen und Risiken der Mediennutzung sowie zum Jugendmedienschutz ausgebildet. Der zweite Teil der Ausbildung erfolgt am 7. Februar im Rahmen des „Safer Internet Day“ beim ZDF in Mainz. Aufgrund unseres überzeugenden Gesamtkonzepts wurde unsere Schule ausgewählt, an diesem Programm teilzunehmen. Diese Ausbildung ist ein persönlicher Gewinn für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Ihr neu gewonnenes Expertenwissen geben diese Jugendlichen aber auch an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiter: sowohl bei Unterrichtsprojekten als auch in persönlichen Sprechstunden, die nach Abschluss der Ausbildung regelmäßig in den großen Pausen angeboten werden.
Online – Schülerzeitung: verstärkte Nutzung der Möglichkeiten des Internet zur Präsentation aktueller Inhalte und von Reportagen auf der Schulhomepage inklusive Weiterqualifizierung weiterer Schülerinnen und Schüler. Explizit sind hier auch fremdsprachliche Beiträge vorgesehen.
(Autorin: Jutta Kruppenbacher)
Die Schule ist seit 2009 Projektschule im Projekt Medienkompetenz macht Schule.