P.A.R.T.Y. im Krankenhaus Hetzelstift

Hetzelstift 2016Es wird schon gutgehen

Schockraum und Intensivmedizin live erlebten unsere Schülerinnen und Schüler der MSS11 Mitte Juni im Krankenhaus Hetzelstift: das Unfallpräventionsprogramm P.A.R.T.Y erlaubt ihnen hautnahe Einblicke in das Krankenhaus-Leben. Der Tag fand im Rahmen unserer Methodentage „Fit für’s Leben“ statt.

Mehr Party für weniger Leichtsinn
P.A.R.T.Y.- steht für „Prevent Alcohol and Risk related Trauma in Youth; das bundes-weite Programm der DGU (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie) will Jugendliche für die Konsequenzen sensibilisieren, die durch Alkohol und unbedachtes Verhalten vor allem im Verkehr entstehen. Dabei sollen die Schüler durch eigenes Erleben ihr Be-wusstsein schärfen und Konsequenzen für sich und andere besser abschätzen können.

Handlungsorientiert
Vom Krankenwagen in den Schockraum, weiter auf die Intensivstation bis zur Physio-therapie – was es heißt, ein Unfallopfer zu sein, können die Jugendlichen bei ihrem P.A.R.T.Y.-Tag im Krankenhaus Hetzelstift selbst erleben. Assistenzarzt Alexander Endlich ließ die Schüler im Schockraum die Aufgaben der Ärzte übernehmen: Sie führ-ten Ultraschall und weitere Untersuchungen durch und durften unter Anleitung Atmung, Organe, Durchblutung und wichtige Knochen kontrollieren, das alles in Echtzeit – also unter Stress und sehr schnell. Das „Opfer“ war ebenfalls ein Freiwilliger, der im An-schluss über seine gefühlte Hilflosigkeit berichtete.

Testessen
Beim Mittagessen mit Rollstuhl, Gips- und anderen Verbänden, die den Teilnehmern in der Physiotherapie „verpasst“ wurden, war Umdenken, Kreativität und soziales Verhalten gefragt. Zum Abschluss des Programms stand ein junger Mann Rede und Antwort, der nach einem schweren Unfall monatelange Versorgung durch Unfallchirurgie und Reha in Anspruch nehmen musste.

„Gruppenzwang und jugendlicher Leichtsinn führen gern auch zu einer Art Selbstüber-schätzung“, erläutert der Neustadter Chefarzt Christoph Wölfl, der als Oberarzt in der BG-Klinik in Ludwigshafen schon viele Jugendliche nach Unfällen behandeln musste. Laut einer repräsentativen Umfrage war bereits mehr als ein Viertel der befragten jungen Autofahrer in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem Alkohol oder Drogen eine Rolle spielten: Mehr als die Hälfte der Befragten würden alkoholisiert selbst Auto fahren oder bei einem alkoholisierten Fahrer einsteigen mit der Begründung „Wird schon gut gehen“ (42%), „Nicht über Konsequenzen nachgedacht“ (24%), „Kann mich selbst gut einschätzen“ (10%). Die Zahlen belegen es leider deutlich: 15- bis 24-Jährige verunglücken mehr als doppelt so oft wie der Durchschnitt weil sie
• zu schnell fahren,
• sich alkoholisiert hinters Steuer setzen oder
• sich vom Smartphone ablenken lassen.

KKG-Methodentage
Fit für’s Leben lautete das Motto der jährlichen Methodentage, in deren Verlauf unsere Schülerinnen und Schüler der MSS11 Themen wie Bewerbertraining, Methodenkompetenz, Assessment aber auch Steuern im Unterricht bearbeiteten, die sie auf Herausforderungen im Erwachsenen-Leben vorbereiten.

Klartext - Schülerzeitung

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